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"Lithentwicklung" /MLD-Technik
Das Spezialverfahren „MLD-Technik" in Verbindung mit den Schwarzweiss Fine
Print Barytpapieren MACO expo RF (glänzend) + MACO Lithpaper RC-F (glänzend) +
LP-SUPERLITH Entwickler.
Weitere Lithverfahren finden ebenfalls Erwähnung in dieser Anleitung.
Materialien für „MLD"
A. MACO Lithpaper RC-F - glänzend - , oder
ORIENTAL New Seagull G
B. LP-SUPERLITH 2-Part-Strich-Entwickler
C. Stoppbad, Fixierbad, normale S/W Laboraustattung
Was
ist anders bei der „MLD"-Technik ?
Mit dem Lithpaper RC-F bietet die Firma Hans O. Mahn & Co.,
Fine Art-Fotopapiere an, die geeignet sind:
- für Entwickler
modernen Typs
- zur
Lith-Verarbeitung im „MLD"-Verfahren.
Neben der großen Bandbreite an erreichbaren Bildergebnissen besteht der große
Vorteil der Kombination von
Lithpaper RC-F, oder
ORIENTAL New Seagull G mit
LP-SUPERLITH darin, daß es zu
keinem störendem Pfefferkorn kommt
Man erkennt auf den ersten Blick, daß es sich nicht mehr um eine „normale"
Schwarzweiß-Vergrößerung handelt !
- Es findet ein
deutlicher Bildtonumschlag in Richtung braun statt.
- Die visuell
wahrnehmbare Schärfewiedergabe wird gesteigert.
- Je nach Vorlage
sind die Grautöne minimiert, jedoch differenziert.
- Der mittlere
Grauwertbereich wird komprimiert.
- Die
Maximalschwärzung der dunkleren Bildpartien wird gesteigert.
- Die Körnigkeit
nimmt sichtbar zu.
Die Anwender des speziellen „MLD"-Verfahrens erhalten Vergrößerungen, die sich
grundlegend von allen „Standards" unterscheiden. Der Bildton kann nostalgisch
schokoladenbraun werden. Die mit dem „MLD"-Verfahren erstellten Bilder zeigen
„Charakter".
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Copyright: Markus Kohorst |
Voraussetzung für die „MLD"-Technik:
Das Fotopapier muß speziell für die „MLD" LITH-Verarbeitung präpariert sein.
Lithpaper RC-F enthält spezielle Zusätze, die in die
Chlor-Bromsilber-Emulsion eingebettet sind. Um das Ergebnis zu optimieren, wurde
der Anteil an Silbernitrat erhöht. Zur Information: Es gibt Fotopapiere mit etwa
1,2 g/m² Silber auf dem Markt, die traditionell als HSC (High Silver Content/hoher
Silbergehalt) bezeichnet werden.
Die Rezeptur des Strichentwicklers
LABOR
PARTNER LP-SUPERLITH wurde speziell für das „MLD"-Verfahren verfeinert.
Hinweis: Bei der Verwendung von
LP-SUPERLITH und 20° C Verarbeitungstemperatur treten nahezu
keine
störenden oder gesundheitsschädlichen Gerüche auf.
MLD"-Verfahrensweise:
Verdünnung:
Die Standard -Verdünnung des LP-SUPERLITH Entwicklers beträgt 1 Teil
LP-SUPERLITH+ 6 Teile Wasser.
Ansatz/Verdünnung:
Beispiele für einen Ansatz von Gebrauchslösung
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Konzentrat Part A |
Wasser |
Konzentrat Part B |
Gebrauchslösung |
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50 ml |
600 ml |
50 ml |
700 ml |
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250 ml |
3 l |
250 ml |
3,5 l |
(Benötigen Sie andere Mengen an Gebrauchslösungen, können Sie aus der Tabelle
entnehmen, daß Sie zur Berechnung der benötigten Wassermenge Part A + Part B
addieren, dies ergibt 1 Teil, Sie fügen dann rechnerisch 6 Teile Wasser hinzu
und haben so das Endvolumen ermittelt.)
Verarbeitungstemperatur:
Bei etwa 20°C bleiben die „Lichter" vom Tonwertumschlag praktisch unberührt. Wir
empfehlen Ihnen auch mit höheren Verarbeitungstemperaturen Versuche zu
unternehmen.
- bei 24°C, dies
erhöht die dramatische Bildwirkung, ab hier erhalten auch die „Lichter"
einen „farbigen" Ton.*
- bei 28°C, dadurch
wird die körnige Wiedergabe des Fotopapiers nochmals gesteigert.*
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*Hinweis:
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Ab 25°C Verarbeitungstemperatur können
Emissionen entstehen, die
die Atemwege belasten und die Augen reizen können.
In Fotolaboren ohne gute Be- und Entlüftung, empfiehlt sich daher nur
die
normale Verarbeitungstemperatur von 20°C. |
Belichtung:
Das Fotopapier Lithpaper RC-F wird belichtet und in die Schale
gegeben.
Die Belichtungszeit ist etwa um den Faktor 4 gegenüber Standard-Erfahrungswerten
zu verlängern. Die Belichtungszeit ist eine variable Größe, die von den
individuellen Erwartungen/Techniken des Anwenders abhängig sein kann.
Bildspurzeit:
Bei der Standard-Entwicklung (z.B. mit LP-BROM 4) zeigen sich etwa nach 30
Sekunden die ersten Bildspuren, nach 2 bis 5 Minuten kann die Entwicklung als
beendet betrachtet werden.
Im krassen Gegensatz dazu passiert beim „MLD" erst einmal „nichts". Und das 1
- 3 Minuten lang. Dann heißt es
aufpassen - denn die Schwärzen „schießen" auf einmal heraus (Abhängig von
der Belichtungszeit) !
Die Entwicklung in einem Lith-Entwickler wird als sog. „infektiöse"
Entwicklung bezeichnet. Dabei wird gelöstes Silber an den belichteten
Silberkeimen angelagert. Dies bleibt anfangs unbemerkt, da dieser Prozeß im
molekularen Bereich stattfindet. Erst wenn genügend anentwickelte Silberkeime
zur Verfügung stehen und das Maß der Anlagerung die visuell sichtbare Schwelle
überschritten hat, merkt der Anwender, daß sich das Bild verändert.
Stoppen:
Das in diesem Fall besonders wichtige „Unterbrecherbad" hat die Aufgabe, die
rasante Entwicklung unverzüglich abzubrechen. Dazu ist es erforderlich, diesem
Bad eine noch höhere Bedeutung beizumessen, als es oft die Regel ist. Im
„MLD"-Verfahren verwenden Sie LABOR PARTNER LP-CITRIN Stoppbad, setzen es 1+16
an und baden das Foto eine Minute darin.
Erste Fixage:
LP-FIX NEUTRAL, Verdünnung 1+7, Einwirkzeit 2 Minuten.
Zweite Fixage:
LP-FIX NEUTRAL, Verdünnung ebenfalls 1+7, Einwirkzeit 2 Minuten.
Wässerung/Trocknung:
Wie bei Baryt üblich.
Problemlösungstabelle
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Effekt |
mögliche Ursache |
Abhilfe |
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Zuviel Kontrast |
Unterbelichtet |
Belichten Sie
reichlicher,
bei Verwendung von MACO expo RF
Verwenden Sie eine Gradation weicher, z.B. Gradation 2 statt 3 oder 4 |
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Zuwenig Kontrast |
-
überbelichtet
- Entwickler
erschöpft
- Entwickler
angereichert mit Kaliumbromid
-
Laborbeleuchtung zu intensiv
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- Verringern
Sie die Belichtung
- Entwickler
teilweise oder ganz erneuern
- Neuen
Entwickler mit altem halb und halb ansetzen
- Führen Sie
einen Schleiertest durch.
Bei Verwendung von:MACO expo RF: Verwenden Sie eine härtere
Gradation, z.B. 3 oder 4 statt 2
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Keine satten Schwärzen |
- Entwickler
erschöpft
- Zuviel
Kaliumbromid
- Falsche
Belichtung
- Zu kurz
entwickelt
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- Entwickler
erneuern oder auffrischen
- Neuen
Entwickler mit etwas altem ansetzen
- Verändern
Sie die Belichtung in ganzen Blendenstufen
- Verlängern
Sie die Entwicklung
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Zugelaufene Schwärzen |
-
Überentwickelt
- Vielleicht
zu hoher Kontrast ?
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- Kürzer
entwicklen oder Schwärzen abhalten oder abschwächen, siehe auch
Rettungstip nachfolgend in der TA.
- Bei
Verwendung von MACO expo RF: nehmen Sie eine Gradation weicher
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Verschleierte Ränder/Spitzlichter |
- Entwickler
erschöpft
-
Laborbeleuchtung zu intensiv
|
- Setzen Sie
neuen Entwickler an
- Führen Sie
einen Schleiertest durch
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| Helle Tonwerte
"kalkig" |
Unterbelichtet |
Belichten Sie
reichlicher |
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Viele kleine schwarze Punkte über das gesamte Bild |
Sogenanntes "Pfefferkorn" |
Verwenden Sie ein geeigneteres Papier, z.B. MACO expo RF oder MACO
Lithpaper RC-F |
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Einzelne schwarze Punkte |
Tritt vereinzelt auf |
Entweder ausbleichen/abschwächen oder neu printen |
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Schwacher bzw. kein Lith-Effekt |
- Papier
nicht geeignet
- Entwickler
nicht geeignet
|
- Verwenden
Sie geeignetes Papier, z.B. MACO expo RF oder Lithpaper RC-F
(Bromsilberemulsionen nicht für Lith-Effekt geeignet)
- verwenden
Sie LP-SUPERLITH
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Tip:
Wenn Ihnen ein Lithbild zu dunkel geraten ist, dann sollten Sie es nicht
wegwerfen, sondern nach folgender Methode einen oftmals erfolgreichen
"Rettungsversuch" unternehmen:
Besorgen Sie sich das
LABOR
PARTNER Bleichbad, Art.Nr. LPH51A und setzen Sie es im Verhältnis 1+ 50 mit
Wasser an.
Diese Gebrauchslösung geben Sie in eine Schale und baden Ihr(e) Foto(s) bei
guter Allgemeinbeleuchtung solange darin bis das Bild die gewünschte
Motivwiedergabe zeigt. Anschließend für 1 - 2 Minuten fixieren und gründlich
wässern.
Tonung:
Die einzigartige Wirkung des Lith-Effektes kann durch eine Tiefbraun-Tonung im
Selentoner,
LABOR
PARTNER LP-SELENIA, um eine interessante Komponente erweitert werden. Die
feine Nuancierung des Bildtones im Selentoner wirkt sich meist vorteilhaft aus.
Siehe hierzu unsere Technische Anleitung TA-Nr. 220/1
LP-SELENIA .
Haltbarkeit :
Die Haltbarkeit der Konzentrate in den ungeöffneten Originalflaschen beträgt
etwa 2 Jahre.
Nach Teilentnahme beträgt die Haltbarkeit der Konzentrate mehrere Monate.
Die Haltbarkeit der Gebrauchslösung beträgt je nach gewählter Verdünnung
einige Stunden bis zu einem Tag.
Tip: Setzen Sie nur soviel Gebrauchslösung an, wie Sie innerhalb einiger
Stunden benötigen.
Fachliteratur:
"The Master Photographer''s Lith Printing Course", Autor Tim Rudman, in
englischer Sprache. Es kann direkt über uns unter unserer Hotline zum Preis von
EUR 33,- inkl. MwSt., Art.Nr. BÜ3131 bezogen werden. (Das Buch ist leider zur
Zeit vergriffen)
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